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Familie Lafer auf der Stromburg

Die Geschichte, wie die alte Stromburg zu einer der bekanntesten Gourmetadressen Deutschlands avancierte, beginnt eigentlich schon 1979. Damals kam Silvia Buchholz, Tochter der Wirtsleute vom Kaiserhof – einem bekannt gut bürgerlichen Gasthof in Guldental – von ihren Lehrjahren aus Frankreich zurück. Im Gepäck: einen Haubenkoch und das feste Vorhaben, eines der ersten Gourmetrestaurants Deutschlands nach französischem Vorbild zu errichten. Gesagt getan. 1980 erfolgte schräg gegenüber vom elterlichen Kaiserhof die Eröffnung des Restaurants Le Val d’Or. Schon 1981 würdigte der Michelin das mutige Vorhaben mit einem Stern. Als 1983 die Stelle des Küchenchefs neu zu besetzen war, trug es sich zu, dass der frisch gebackene „beste Pâtissier Deutschlands“ gerade disponibel war. So kam Johann Lafer ins Le Val d’Or.

Ruf und Erfolg des Le Val d'Or kannten kaum Grenzen. Der besten Küchenmeisterprüfung in Rheinland-Pfalz folgten Hauben, Sterne und euphorische Kritiken. 1990 kam schließlich Silvia Buchholz unter die Haube – mit ihrem Johann. Ein Team aus Kreativität, Ehrgeiz und großen Visionen fand in Liebe zusammen. Als 1994 im Nachbarort Stromberg das Erbbaurecht der Stromburg neu vergeben wurde, stand Silvia Buchholz-Lafer schon auf der Matte des Gemeindeamtes.

Silvia und Johann Lafer
Silvia und Johann Lafer

Unter gewaltiger Kraftanstrengung und großem persönlichen Risiko verwandelten die Lafers die Stromburg in einem Jahr in ein Gourmetrestaurant der Sonderklasse, samt angeschlossener Luxusherberge, Veranstaltungsräumen und einem zweiten Restaurant für gehobene Küchenkultur, der Turmstube. Schon 1997 wurde das Hotel Stromburg in die wahrscheinlich schönste Hotelvereinigung der Welt aufgenommen, in den Circle der Opens external link in new windowRelais & Châteaux Hotels. Für seine Leistungen im Le Val d'Or erhielt Johann Lafer die Auszeichnung als „Opens external link in new windowGrand Chef Relais & Châteaux“.

Beständige Investitionen entwickeln das Konzept „ein Leben für den guten Geschmack“ weiter: 2004 wurde aus der Turmstube das Bistro d'Or, ein gemütlich frankophones Lokal mit besonderem Anspruch an gutes Essen. 2006 entstand mitten in den historischen Ruinen der Kräutergarten, der Chef's table, der Stromburg. 2010 eröffneten die Lafers mit der Zigarrenlounge eine ebenso gemütliche wie gut sortierte Bar als Refugium für ihre Rauchergäste.

Alle Freunde des guten Geschmacks dürfen gespannt sein, was sich in den nächsten Jahren auf der Stromburg ereignen wird!